Workshops

Jeder Tagungsteilnehmer wählt sich einen Workshop aus, welcher an drei Tagen (Mi, Do, Fr) ab 14 Uhr stattfinden wird. Die Workshop-Tage bauen aufeinander auf.

Die Workshops · Mittwoch bis Freitag, 14–15.45 Uhr

Du bleibst an allen drei Nachmittagen im selben Workshop. Bei der Anmeldung wählst du drei Wünsche; wir teilen dich möglichst deinem ersten Wunsch zu.

Zur Anmeldung

1 · Herzkräfte stärken und Zukunftsraum öffnen durch Eurythmie

Foto: Sivan Karnieli

In diesem Workshop öffnen wir den Herzraum, der mit dem Zeitstrom aus der Zukunft verbunden ist. Es ist zugleich das Kraftfeld unseres eigenen göttlichen Wesens, unseres Schicksals und Sterns, in das wir uns dadurch hineinstellen, aus dem wir Kraft schöpfen können und aus dem wir lernen, selbst ein Schöpferwesen zu werden.

Bringt gerne Eurythmieschuhe mit.

Leitung: Sivan Karnieli – Eurythmistin und Autorin. Arbeitsfelder in Kunst, Pädagogik, Ausbildung und in freier Kurstätigkeit. Forscht zu Eurythmie und Bewusstsein. www.sivankarnieli.de

2 · Playfight – Selbst-Bewusst-Begegnen

Foto: Danijel Marsanic

Playfight verbindet Elemente aus Tanz, Theater, Akrobatik, Meditation und Kampfsport, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Ziel ist es, sich und seine Umwelt bewusst wahrzunehmen, seine inneren Blockaden zu entdecken und zu überwinden, damit ein freier, emotionaler und körperlicher Ausdruck möglich ist. Dabei steht nicht die körperliche Leistung im Vordergrund, sondern die emotionale Intelligenz und das innere Empfinden. Wir geben all unseren Anteilen Raum – egal ob Freude, Hass, Trauer oder Zuneigung. Wir erforschen, wann wir in Kontakt mit uns selbst und anderen sind und wann wir uns im Kampf oder Konflikt befinden.

Bitte Sportkleidung mitbringen.

Leitung: Danijel Marsanic – Schauspieler und Trainer für Körper und Geist, Kampfsportler, Musiker und Theaterpädagoge. Internationale Schauspielakademie Crearte in Stuttgart, Clownsausbildung in Konstanz, Schauspieler an internationalen Theatern in Ländern wie Iran, Schweiz und Italien, Körpertrainer. www.danijelmarsanic.net

3 · Was ist dir wichtig? Zurück in Kontakt mit dir selbst und dem, was dir wirklich wichtig ist

Foto: Simon Kuhn

Im Alltag kann es schnell passieren, dass wir den Kontakt zu uns selbst und unserem Leben verlieren, aber auch zu anderen Menschen. In diesem Workshop wollen wir wieder tiefer mit uns in Kontakt kommen, unsere tieferen Wünsche wieder spüren und auch dem begegnen, was uns hindert, verbunden mit uns selbst und anderen zu sein.

Geführte Meditationen und verschiedene Übungen und Prozesse zu zweit werden uns begleiten. So kannst du dem begegnen, was in dir ist, was dir wirklich wichtig ist, was dich stärkt und dich tiefer verbunden fühlen lässt – mit dir und deinen Mitmenschen.

Leitung: Simon Kuhn – Workshopleiter und Prozessbegleiter zu den Themen Selbstverbindung und Beziehung.

4 · Gemeinschaft bilden – das Herz jeder anthroposophischen Einrichtung

Foto: David Schiafone

Die Zukunft der anthroposophischen Bewegung hängt aus meiner Sicht in erster Linie davon ab, wie gut es uns gelingt, neue Formen der Gemeinschaftsfähigkeit zu entwickeln. Ob Schule, Kindergarten, Hof, Klinik oder soziale Einrichtung – überall ist die erlebte Gemeinschaft das „Herz“ der Initiative.

In diesem Workshop lade ich zu einem authentischen Begegnungsraum ein. Gemeinsam erforschen wir die wichtigsten Elemente gelingender Gemeinschaftsbildung: Welche Konfliktarten gibt es? Was braucht es, damit in einer Gemeinschaft echtes Vertrauen wachsen kann? Der Schwerpunkt liegt dabei auf der praktischen Umsetzung. Die Teilnehmenden erleben ganz konkrete gemeinschaftsbildende Methoden, die sie unmittelbar mitnehmen und selbst in der eigenen Einrichtung anleiten können.

Ein Workshop für alle, die Gemeinschaft nicht nur denken, sondern gestalten wollen.

Bring gerne einen kleinen, persönlichen Gegenstand für die Kennenlernrunde mit.

Leitung: David Schiafone – Trainer für Gemeinschaftsbildung, Pädagoge, Seminarleiter, Gründer von GroupSenz.org

5 · Kreatives Schreiben und Poetry Slam – innere Stärke durch Ausdruck des Innersten

Foto: Johannes Musielski

Wie können wir erkennen, sichtbar und zugänglich machen, was in unserer Seele, in unserem Innenleben geschieht, was uns ausmacht und was uns wahrhaftig bestärkt? Wie können wir, an unserem inneren Lebens- und Empfindungsfluss stehend, die Schale hineinhalten und so in Kontakt kommen mit der Essenz, von ihr schöpfen und ihr anschließend im Außen Ausdruck verleihen?

In diesem Workshop werden wir zu Wortschöpfenden. Neben spielerischen Schreib-, Sprech- und Reflexionsübungen wird es auch Zeit zum freien Schreiben und zur Ausdrucksfindung des Entstandenen geben.

Voraussetzungen: Lust und Mut zum Schreiben, Erforschen und Ausprobieren, Ausdruck verleihen und Öffnen der inneren Schatzkammern. Mitzubringen: wenn du magst, eigene Schreibutensilien – es wird aber auch alles vorhanden sein. Gerne eigene oder fremde Gedichte, Texte oder sonstiges, woran du gern arbeiten oder was du gern präsentieren möchtest. Es lebe die Vielfalt!

Leitung: Johannes Musielski – Studium der Pädagogik, aktuell tätig in der Jugendarbeit. Fand früh die Liebe zur Lyrik und zum Schreiben eigener Gedichte und Texte. Seit 2023 regelmäßige Auftritte beim Poetry Slam, seit 2025 in der Durchführung von Schreibwerkstätten aktiv. Liebt es, mit Stift und Papier ins Reflektieren zu kommen und bisher Verborgenes in den Menschen sichtbar und erlebbar zu machen.

6 · Einführung in die anthroposophische Meditation

Foto: Christoph Hueck

Grundlegende Übungen zur Vertiefung der Wahrnehmung und zur Stärkung des inneren Selbst. Wir arbeiten anhand von Rudolf Steiners „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“.

Leitung: Dr. Christoph Hueck – Biologe, Dozent für Waldorfpädagogik, Anthroposophie und anthroposophische Meditation. Mitbegründer der Akanthos-Akademie Stuttgart. www.christoph-hueck.de

7 · Volle Stimme, volles Risiko – ein Workshop zu Stimme, Mut und Grenzen

Foto: Anna Stronski

Spielerisch erkunden wir den Klangraum Stimme und wie er mit unseren Gefühlen und Gedanken zusammenhängt. Als Gruppe und einzeln nehmen wir die Grenzen unseres stimmlichen Ausdrucks und unseres interaktiven Kreierens wahr. Durch das Bewusstwerden der Grenzen können wir die Freiheit gewinnen, diese aktiv zu meiden oder mutig zu überschreiten und die vorhandenen, sicheren Räume und Fähigkeiten bewusst einzusetzen.

Dabei üben wir uns in unserer Vorstellungskraft und unserer Präsenz und schauen, welche Voraussetzungen und Einflüsse uns helfen, was es von uns selbst braucht, was von der Gruppe und was von den Gegebenheiten. Wir wollen in musikalisch freien Räumen und trotzdem gesteckten Rahmen mit unserer Stimme und der Gruppe in Kontakt kommen und dabei in unbekannte Gewässer vordringen. Dabei vergessen wir nicht, unsere Stimme zu pflegen und uns über das gemeinsame Singen zu freuen.

Leitung: Anna Stronski – Studentin der Musikpädagogik, Mitglied im DENNOCH-Ensemble.

8 · Die Kunst zu genießen — eine Entdeckungsreise zu deiner Lebenslust und mehr Genuss im Alltag

Foto: Freya Vogler

„Wer es versteht das Leben zu genießen, braucht keine Reichtümer.“ Aber was genau macht einen Moment eigentlich genussvoll – und wie kannst du mehr davon in dein Leben bringen? In diesem Workshop begeben wir uns gemeinsam auf eine genussvolle Entdeckungsreise. Mit achtsamen Körperübungen wecken wir unsere Sinne und beginnen wieder intensiver zu Fühlen. Wir erkunden, was Genuss möglich macht und was unsere „Lustkiller“ sind. Und finden heraus, wie wir dieses Gefühl vielleicht sogar in herausfordernden Situationen spüren können. Von dort aus wenden wir uns dem Thema Lust zu – der sexuellen Lust und der Lebenslust. Und vielleicht entdecken wir dabei, dass sie sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. .

Leitung: Freya Vogler – Gesundheitspädagogin und Masseurin.

9 · Marionettenspiel – Figur, Bewegung, Verwandlung

Foto: Franziska Rettenbacher und Helge Brehme

Gemeinsam wollen wir verschiedene Hintergründe und Theorien zum Marionettenspiel und Arten von Marionetten kennenlernen. Ihr dürft euch selbst im Spiel ausprobieren, und wir üben uns darin, einen Bezug zwischen Marionette, eigener Idee und Zuschauer herzustellen. Es werden grundlegende Techniken vermittelt und Anregungen gegeben. Alles Weitere entwickelt sich mit euch zusammen.

Wir gehen den Fragen nach:

  • Wie wird eine Figur lebendig?
  • Wer führt die Figur und wie geschieht das?
  • Wie erzählen Bewegung, Musik und Licht eine Geschichte?
  • Was sehen die Zuschauer*innen und was bleibt verborgen?
  • Wie verändert eine Maske, ein Kostüm oder eine Figur die eigene Rolle?
  • Welche Gefühle und Geschichten lassen sich auch ohne viele Worte ausdrücken?

Leitung: Franziska Rettenbacher – Marionettenspielerin (seit 2008) und Theaterpädagogin (seit 2015) – und Helge Brehme, Leiterin des Theaters am Faden Stuttgart seit 1972.

10 · Body & Sound: Physical Theatre und Improvisation

Foto: Alvise Lindenberger

In diesem Kurs lernt man, spontanen Impulsen zu vertrauen und sich bewusst von ihnen leiten zu lassen, sie weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Von der Bewegung zum Klang, vom Klang zum Wort, vom Wort zur Handlung. Der Motor dieses Prozesses ist unsere Vorstellungskraft. Ohne Druck, aber unter kreativer Spannung wird die schöpferische Kraft jedes Einzelnen freigesetzt, wenn aus diesen Impulsen Eindrücke, Situationen und Geschichten entstehen.

Der Workshop findet zweisprachig (Deutsch und Englisch) statt.

Leitung: Alvise Lindenberger – Autor, Regisseur und freischaffender Schauspieler. Geboren in Berlin, lebt in Novi Sad (Serbien) und leitet mit der Schweizer Compagnie Digestif Projekte wie MELO, ConneXt und In Motion. Als Schauspieler arbeitete er u. a. an den Bühnen Bern, am Theater Orchester Biel Solothurn und im Miller’s Studio in Zürich.

11 · Die Philosophie der Freiheit als Übungsweg – praktische Erarbeitung der Essenzen

Foto: Felix Reul

Wir wollen gemeinsam an der „Philosophie der Freiheit“ arbeiten. Ich kann mir vorstellen, euch durch die komplette Philosophie der Freiheit durchzuführen, aber nicht in einer Art Schnelldurchlauf, sondern in einem intensiven, praktischen Herausgreifen der wichtigsten Inhalte (Wir kommen so weit wie wir kommen). Diese würde ich so mit euch besprechen wollen, dass der Inhalt als innere Erfahrung erlebbar wird, nicht als Theorie. Der Übungsweg besteht darin, das Denken durch das Denken der Sätze aus der „Philosophie der Freiheit“ so zu intensivieren, dass eine Wachheit entsteht, welche die erste Voraussetzung für übersinnliches Wahrnehmen ist. In dieser Richtung kann ich mir vorstellen, diese „Wachheit“ oder „Stille-Kraft“ auch praktisch anhand eines Gedichts und eines Musikstücks intensiv zu erüben.

Bitte bringt ein Exemplar der „Philosophie der Freiheit“ mit, sofern es möglich ist.

Leitung: Felix Reul – größtenteils autodidaktischer Student, Waldorflehrer, mehr als eineinhalb Jahre intensive Auseinandersetzung mit der „Philosophie der Freiheit“: eigene Zusammenfassung aller Absätze, Leitung eines Lesekreises. Hauptinteressen: Anthroposophie, Menschheitsentwicklung und Musik.

12 · Soziale Dreigliederung

Foto: Elisabeth Rybak

Die Soziale Dreigliederung ist eine Anregung, sich den wirtschaftlichen, rechtlichen und geistigen Fragen auf drei unterschiedliche Arten zu nähern. Wir werden in diese Bereiche verschiedentlich einführen: Welche Entscheidungsprozesse sind für welche Fragen angemessen? Wie lassen sich die drei Bereiche voneinander unterscheiden? Wie wirken sie zusammen? Wo gab/gibt es schon beispielhafte Versuche, an denen die drei Kräfte deutlich werden? Gern besprechen wir auch alle anderen Fragen, die mitgebracht werden oder auftauchen!

Leitung: Elisabeth Rybak und Jonas Rybak – Studieren in einem selbstorganisierten Studium (Forschungsstudium Soziale Dreigliederung) seit drei Jahren mit ein paar anderen Menschen, wie der Impuls der Sozialen Dreigliederung durchs Verständnis in die Welt kommt.

13 · Kulturhöfe und Handlungspädagogik

Foto: Peter Guttenhöfer

„Schule macht krank.“ So etwas hört man seit langer Zeit weltweit tausendfach wiederholt. Was aber macht gesund? Mit der Waldorfpädagogik hat sich ab 1919 ein salutogenetisches Feld aufgetan, dessen Boden nun, nach hundert Jahren fruchtbarer Entwicklung, erschöpft erscheint. Der Mensch braucht heute eine Kindheit und Jugendzeit in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erde und ihren Naturreichen, um zu Kräften zu kommen, aus denen heraus er an der Gestaltung der Zukunftskultur mitwirken kann.

Darüber wollen wir sprechen: Wie kann „Menschenbildung“ so verlaufen, dass diese ersehnten schöpferischen Kräfte sich entfalten können?

Leitung: Dr. phil. Peter Guttenhöfer – ca. 40 Jahre Oberstufenlehrer an der Freien Waldorfschule Kassel, 30 Jahre Mitwirkung in der Aus- und Fortbildung von Waldorflehrern im In- und Ausland. Seit vielen Jahren international tätig für die Entwicklung handlungspädagogischer Initiativen auf waldorfpädagogischer Grundlage. Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften.

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